Stromspeicher
Der Rechner unten zeigt dir beide Szenarien nebeneinander: mit der Vergütung, die heute gilt, und mit der, die ab 2027 geplant ist. Mit deinen Zahlen, nicht mit einem Durchschnittshaushalt.
Ein Stromspeicher rechnet sich 2026 typischerweise nach 9 bis 13 Jahren — bei einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Entscheidend ist nicht der Preis pro Kilowattstunde, sondern wie viel Strom du überhaupt zusätzlich selbst verbrauchen kannst. Wer wenig Überschuss hat oder tagsüber ohnehin viel verbraucht, holt den Speicher nie rein. Rechne es unten mit deinen eigenen Werten nach.
Rechner
Zwei Szenarien nebeneinander: mit der heutigen Einspeisevergütung und mit der geplanten Regelung ab 2027. Alle Werte lassen sich überschreiben.
kWh pro Jahr · Ø Haushalt 3.500
kWp · rechnet mit 950 kWh je kWp
% deiner PV-Erzeugung
nutzbare Kapazität
€ inkl. Einbau · Vorschlag aus der Preistabelle unten
ct/kWh · Ø Haushalt 2026
Heute · Vergütung 7,70 ct
–
Ab 2027 · geplant, 5,2 ct
–
Nicht berücksichtigt: Notstromfunktion, Netzentgelt-Rabatt nach §14a, Teilnahme am Regelenergiemarkt und künftige Strompreissteigerungen. Alle vier würden das Ergebnis verbessern. Wir lassen sie weg, weil sie schwer seriös zu beziffern sind.
Die rechte Spalte rechnet mit der geplanten EEG-Reform: Das Bundeskabinett hat den Entwurf am 29. Juli 2026 beschlossen, Bundestag und Bundesrat müssen aber noch zustimmen. Vorgesehen ist für Neuanlagen eine Übergangszahlung von rechnerisch 5,2 ct/kWh über maximal 36 Monate statt der festen Vergütung. Anlagen, die vor dem 1.1.2027 in Betrieb gehen, behalten ihren Anspruch. Was daraus wird, steht noch nicht fest — deshalb zeigen wir beide Spalten und nicht eine Zahl, die so tut, als kenne sie die Zukunft. Details unter Einspeisevergütung.
Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gefallen. Entscheidend ist, dass du Angebote auf Euro pro Kilowattstunde nutzbarer Kapazität umrechnest — sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen, weil Hersteller mal die Brutto-, mal die nutzbare Kapazität angeben.
| Speichergröße | Typischer Preis inkl. Einbau | € je kWh | Passt zu |
|---|---|---|---|
| 5 kWh | 1.900–2.600 € | 380–520 € | kleiner Haushalt, PV bis 5 kWp |
| 10 kWh | 3.000–5.000 € | 300–500 € | Standardfall, 4 Personen, 8–10 kWp |
| 15 kWh | 4.200–6.500 € | 280–430 € | Wärmepumpe oder E-Auto im Haus |
| 20 kWh | 5.400–8.400 € | 270–420 € | hoher Verbrauch, große Anlage |
Marktübersicht Stand 6. August 2026. Nachrüstung in ein bestehendes System liegt meist 10–20 % höher als der Einbau zusammen mit der PV-Anlage.
Rechne mit 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch, maximal aber so viel, wie deine Anlage an Überschuss produziert. Ein größerer Speicher füllt sich sonst nie ganz und verlängert nur die Amortisation. Der häufigste teure Fehler ist nicht ein zu kleiner Speicher, sondern ein zu großer.
Das steht auf den meisten Seiten nicht, weil dahinter jemand Speicher verkauft. Es gibt vier Fälle, in denen du die Finger davon lassen solltest:
Preise hängen stark von Dach, bestehendem Wechselrichter und Region ab. Sinnvoll sind mindestens drei Angebote von Fachbetrieben — allein die Spanne zwischen dem günstigsten und teuersten Angebot liegt erfahrungsgemäß bei 20–30 %.
Hier wird künftig ein Vergleichsdienst verlinkt. Solange wir keinen Partner haben, den wir guten Gewissens empfehlen können, steht hier keiner.
Ein Heimspeicher ab 4,2 kW gilt als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG. Das klingt nach Nachteil, ist aber vor allem ein Rabatt: Du bekommst automatisch eine pauschale Reduzierung der Netzentgelte von rund 110–190 € im Jahr, ohne Antrag und ohne zweiten Zähler. In unserem Rechner oben ist dieser Betrag nicht enthalten — er verkürzt die Amortisation also zusätzlich um etwa ein halbes bis ein ganzes Jahr. Welches der drei Module für dich passt, rechnest du im §14a-Modulrechner aus.
Aktuelle LFP-Speicher sind auf 6.000 bis 10.000 Vollzyklen ausgelegt, was bei üblicher Nutzung 15 bis 20 Jahren entspricht. Übliche Garantien laufen über 10 Jahre und sichern meist 70 bis 80 % der ursprünglichen Kapazität zu. Ein Speicher ist also am Ende der Garantie nicht kaputt, sondern etwas kleiner.
In aller Regel nein. Die Idee, nachts günstig zu laden und tagsüber teuren Strom zu vermeiden, funktioniert rechnerisch nur bei sehr großer Preisspreizung und sehr niedrigen Speicherpreisen. Beides ist derzeit nicht gegeben. Wenn du keine PV hast, bringt dir ein dynamischer Tarif mehr als ein Speicher.
Nein, wenn der Speicher zu einer PV-Anlage bis 30 kWp gehört. Dann gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG — sowohl für die Lieferung als auch für die Installation. Das gilt auch bei Nachrüstung zu einer bestehenden begünstigten Anlage.
Ja, aber weniger dramatisch als oft behauptet. Der Wert einer selbst verbrauchten Kilowattstunde steigt von rund 29,5 auf etwa 32 ct — das sind gut 8 % bessere Wirtschaftlichkeit, nicht das Doppelte. Wirklich groß wird der Effekt erst, wenn nach den 36 Monaten Übergangszahlung nur noch der schwankende Marktpreis bleibt. Auch das ist bisher nur geplant.
Ein Kilowattstunde nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch ist ein guter Startwert, begrenzt durch den tatsächlichen Überschuss deiner Anlage. Bei 3.500 kWh Verbrauch und 8 kWp sind das typischerweise 5 bis 8 kWh. Größer wird selten wirtschaftlicher, weil die zusätzlichen Kilowattstunden immer seltener gefüllt werden.
Ja. Bei AC-gekoppelten Speichern geht das unabhängig vom bestehenden Wechselrichter und ist technisch unkompliziert. Rechne mit 10 bis 20 % Aufpreis gegenüber dem gemeinsamen Einbau mit der Anlage. Wer ohnehin überlegt, sollte den Nachrüstzeitpunkt aber nicht ewig schieben: Bei Inbetriebnahme vor dem 1.1.2027 bleibt der Vergütungsanspruch der Anlage unberührt.
Quellen:
Bundesnetzagentur (Einspeisevergütung, Marktstammdatenregister) ·
BDEW (Strompreisanalyse) ·
Verbraucherzentrale ·
energie-experten.org (Speicherpreise) ·
Kabinettsbeschluss zur EEG-Novelle vom 29.07.2026.
Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh: Satz für Teileinspeisung bis 10 kWp seit der Degression am 1.8.2026.
Zuletzt geprüft: 6. August 2026.